Einen Tag nach unserer erfolgreichen Bemusterung folgte die "Baugenehmigung"der Stadt, Freitag der 13. ist halt ein Glückstag. siehe auch kleiner Miniausschnitt oben. Wir haben also in dieser Hinsicht freie Bahn. Es hat genau 4 Wochen gedauert, wie vom Amt versprochen. Einzig ein Stellplatz für die Einliegerwohnung wurde noch verlangt und vom Architekten hinzugefügt, das war aber sowieso noch geplant. Nun haben wir erstmal alles erledigt, was für uns möglich war. Nun warten wir auf die Nachtragsliste von Frau Beuth und dann auf die Ausführungsplanung.

Die Bemusterung

Nun war es soweit, unsere Bemusterung. Leider mussten wir aufgrund von Corona das Hotel absagen. Trotzdem freuen wir uns sehr, die letzten Tage waren nochmal hektisch. Die Küchenplanung wurde gerade noch so abgeschlossen. Alles wurde nochmal kontrolliert und die Lichtplanung abgeschlossen, was echt kein Spaß war. Also gut vorbereitet mit Mappe und Zeichnungen fahren wir ca. 1:30h nach Finnentrop. Frau Beuth wird bei uns die Bemusterung durchführen. 20min vorm Termin sind wir da und Frau Beuth empfängt uns und wir können auch gleich loslegen. Mit etwas zu trinken und Zeichnungen beginnen wir. Relativ zügig legen wir die Farben für Fenster, Dach, Dachrinne usw. fest, dabei zeigt uns Frau Beuth im Aussenbereich die Beispiele so wie Muster. Bestehende Fragen werden im Verlauf der Bemusterung direkt geklärt. Wir wählen die Treppe, die Geländer in Edelstahl und die Holzart. Wir sind froh das es so flüssig läuft, da die Elektroplanung ja noch kommt und sicherlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Wir sind aber sehr gut vorbereitet und daher geht es flüssig weiter, das Datenblatt für den Holzofen übergeben wir, so wie die Datenblätter der Sanitäranlagen die wir uns teils schon im Vorfeld ausgesucht haben. Hier vor allem wichtig für Duschtasse und eventuell Urinal. Die Drückerplatten müssen wir uns von Isowood aussuchen, was aber kein Problem ist, da sie sehr schöne Modelle da haben. Frau Beuth zeichnet die Anschlüsse in ihre Zeichnungen ein und wir gelangen an die Küchenplanung. Auch dort haben wir Pläne vom Küchenstudio dabei und haben damit den nächsten Punkt abgearbeitet. Zwischendurch sprechen wir vor Ort mit einem Mitarbeiter für die Carports und besprechen was uns da so vorschwebt. Da sind wir gespannt auf das Angebot. Wir zeichnen daher auch die Verstärkung in die Hauswand ein, wo das Carport später mit verbunden wird. Genauso eine Verstärkung im Büro über die Tür für eine Klimmzugstange. Auch wurde über eventuelle Alarmanlagen oder SmartHome gesprochen, damit Türen oder Schalter richtig vorbereitet werden. Dann gelangen wir zur Elektroplanung. Uns wird mitgeteilt das wir sehr gut vorbereitet sind, das wäre sehr selten und unsere Elektroplanung ist so genau, das sich Frau Beuth meine Zeichnungen kurzerhand kopiert und wir dann zusammen nur nochmal alles besprechen. Ein paar Schalter habe ich falsch bezeichnet und eine Schaltung ändert sich noch. Dazu habe ich wie erwartet, es bei der Lichtplanung etwas übertrieben und wir nehmen noch einige Spots raus, da sind wir froh das die Erfahrung von Frau Beuth uns da weiterhilft. So sind wir überraschenderweise auch dort sehr schnell durch. Wir haben noch ein Blatt dabei mit einigen Fragen, aber bis auf 3 Fragen wurde alles während der Auswahl bereits abgearbeitet. So sind wir um 13:15Uhr nach knapp über 4h bereits durch, das hatten wir wirklich nicht erwartet. Frau Beuth bestätigt uns, das die meisten Bemusterungen deutlich länger gehen. Wir freuen uns das sich unsere wochenlange Vorbereitung so gelohnt hat und hoffen alles richtig gemacht zu haben. Wir begeben uns auf den Heimweg und Frau Beuth wird uns das Bemusterungsprotokoll und später die Nachtragsliste zukommen lassen. Wir sind gespannt wieviel wir wirklich auf und abgemustert haben und welche Kosten noch dazu kommen. 


 



Küchenplanung

Die Küchenplanung, sie ist uns besonders wichtig, sie ist schleißlich das Herzstück des Hauses, dafür haben wir ja auch die Erweiterung im Haus eingebaut. Bevor wir ins Küchenstudio gefahren sind, haben wir uns selbst erstmal eine Küche gezeichnet und sie virtuell eingeräumt, so konnte man sehen ob der Stauraum reicht und ob die Wege beim Kochen sinnvoll sind. Kann ich nur empfehlen sonst sitzt man da 5 Stunden und man merkt erst zuhause was alles noch falsch ist. Wir hatten eine Kochinsel geplant und wussten auch was wir an Geräten haben wollten, auch wenn die Marken noch offen waren. Backofen, Geschirrspüler sollten integriert werden und auf guter Höhe liegen. Wir möchten ein Kochfeld von Bora mit Muldenlüfter haben, auch wenn das noch etwas offen ist. Den Kühlschrank wollten wir nicht integrieren sondern selber dazu kaufen. Wichtig ist uns viel Stauraum und die Optik soll Eichenholz und anthrazit/schwarze Betonoptik sein. Ausserdem die Spüle mit auf der Kochinsel. Der erste Termin hat 2 Stunden gedauert, aber auch nur, da wir vorher schon die Pläne ins Studio gesendet haben. Leider wurde dort nicht wirklich auf unsere Wünsche eingegangen, sondern es ging eher in die Richung "das ist Modern, das macht man heute so, grifflos verkaufen sie fast nur noch" usw. da waren wir echt unzufrieden und der erstgenannte Preis lag einfach mal gerade 10000€ über unserem Budget... aber wir wissen welche Margen Küchenstudios haben. Beim zweiten Termin lief es ähnlich, diesmal haben wir uns etwas mehr durchgesetzt und unsere Ideen mehr einbringen können. Problem hier auch der Preis, wenn wir eine Küche mit Bora planen würden, reden wir mindestens über 25000€ aufwärts, sonst könnten wir das vergessen. Dabei hatten wir hier nicht mal Einlegematerial ausgewählt und die meisten Schränke hatten keine Schubfächer, sondern nur Türen und der Stauraum war zu niedrig. Und die Spüle auf der Kochinsel fand er auch nicht gut, stattdessen wollte er sie uns vor das Fenster setzen, was wir dann nur noch ein Stück aufmachen könnten, ca. 30 Grad. Nun ja alle guten Dinge sind drei, der dritte Termin lief deutlich besser. Hier lief es so wie wir es uns vorgestellt haben. Deshalb kann ich an dieser Stelle erwähnen, dass wir uns für eine Küche von OBI entschieden haben. Das kam für uns selbst überraschend, ein Kollege empfahl uns doch mal dort zu schauen, wir wussten gar nicht das OBI ein Küchenstudio hat. Mit Herrn Feldhoff im OBI Montabaur zeichneten wir gemeinsam den Raum und meine Skizze wurde 1 zu 1 übernommen. Ein paar Schränke wurden getauscht, damit die Optik passt und einige gute Ideen von Herrn Feldhoff flossen mit ein. Dann wurde das Material ausgewählt und die Griffe. Schritt für Schritt entstand so die Küche nach unseren Vorstellungen. Man könnte meinen so sollte es überall sein, aber das war wie beschrieben nicht der Fall. Aber zum Schluss ganz wichtig der Preis und siehe da wir lagen endlich im richtigen Budget und noch angemerkt sei, dass es sich um eine Nobilia Küche handelt. Bei Obi bekommt man genau so eine Markenküche mit Markengeräten wie in anderen Studios. Da ich mir vorher die Mühe gemacht habe, alle Schränke und Geräte im Internet herauszusuchen und zu berechnen kam ich auf eine ähnliche Summe. Und ja das ist möglich egal ob Häcker, Nobilia oder Nolte, mit ein wenig arbeitet findet man alle Schränke, Arbeitsplatten, Einlegematerial usw. online mit Preisen und hat so eine Richtung. Bei teils 10000€ Unterschied in den Angeboten lohnt sich die Mühe. Wir fühlten uns hier ehrlich und fair behandelt. Hier unsere aktuelle Planung, da wird noch ein wenig was geändert, aber die Richtung stimmt. Ausserdem kommen die Farben schlecht rüber, das grau ist eher ein Schwarz und die Fronten sind Eicheholzoptik. Auch die Wände werden weiß, aber mehr gab das Programm und das Handyfoto nicht her.



 
Nachtrag:
Nachdem Herr Feldhoff und wir uns nochmal Gedanken gemacht hatten, trafen wir uns erneut im Küchenstudio und änderten noch ein paar Details, dazu kam das Einlegematerial und der Backofen wurde doch noch ein besseres Siemens Gerät. Wir sind sehr zufrieden. Danach dauerte es nicht lange und Herr Feldhoff machte uns die Zeichnungen für die Bemusterung fertig. Für alle Anschlüsse. Hier das 2. Foto von der Endplanung. Kleinigkeiten können aber jederzeit noch geändert werden.
 

 

Lichtplanung, Elektroplanung, Sanitärplanung und einen vollen Kopf

Im Hintergrund sitzen wir weiter an der Planung und richten uns virtuell ein, um die Steckdosen und Schalter richtig zu setzen. Auch die ersten Termine im Küchenstudio haben wir. Schritt für Schritt nimmt alles Form an. Wir suchen uns online die meisten Sanitärobjekte raus und setzen die Anschlüsse in die Zeichnung. Gerade bei der Lichtplanung tun wir uns aber schwer. Aber wir haben ja noch ein paar Wochen Zeit. Die Farben für Haustür und Fenster, so wie Dachabschlüsse haben wir schon ausgesucht. Auch die Dachpfanne Taunus der Firma Braas in Granit haben wir im Katalog schon markiert. Bei der Haustür überlegen wir noch, da wir da eine schöne in Holzoptik gefunden haben, mal sehen was die Kosten soll. 

                                         hier z.B. gerade die Elektroplanung im Obergeschoss

Im allgemeinen planen wir minimalistisch und wollen eher weniger Dosen haben. Auch wenn uns viele predigen Steckdosen kann man nie genug haben. Die Richtung stimmt schon, wir werden es sicherlich noch einige Male überarbeiten. Offen ist noch die Küche und im Bad die Infrarotkabine unter der Dachschrägen, da kommen eventuell noch Anschlüsse dazu. Ich kann jedem nur empfehlen die Pläne einzuscannen und die Möbel raus zu retuschieren und neu auszudrucken, damit man genug Platz hat alles einzuzeichnen. Und die Lichtplanung gerade mit Spots in der Decke, vielleicht auf einer extra Zeichnung, sonst wird es echt unübersichtlich. Wir haben im Haus auch schon gestaubsaugt, Kaffee gekocht und den Fernseher bedient. Wenn man nämlich so durchs Haus geht und man alles mal macht, was man so täglich macht, bekommt man schnell einen Eindruck wo noch eine Dose fehlt oder wo man defintiv keine braucht. Ausserdem hier und da zusätzlich zu den Spots eventuell noch passives Licht einplanen, wie Leuchten im Wohnzimmer oder Wandleuchten usw.

Bauantrag

Während wir im Hintergrund weiter planen, haben wir mit dem Architekten Herrn Piske, alle wichtigen Punkte geklärt. Der Grundriss wurde für eine Garderobe nochmal leicht geändert, dazu wurden die Öffnungsrichtungen der Türen und Fenster aussen festgelegt. Die Kanäle für Abwasser eingezeichnet und nach dem der Vermesser das Grundstück vermessen hat, die Lage des Hauses festgelegt. Dazu auch Terrasse und Carport. Unser Nachbar hat leider sehr tief gebaut und wir hatten Glück das wir bei unserer Höhe noch ein paar cm unter seiner Mauer geblieben sind, sonst wäre es problematisch geworden. Wir werden mit 2 Stufen ins Haus gehen müssen, was uns nicht stört. Das ist leider nicht zu vermeiden, da Isowood wegen Feuchtigkeit und Co. ca 32cm höher baut als das umliegende Gelände. So haben wir es jedenfalls verstanden. Dafür bekommen wir von der Straße eine gerade Einfahrt und haben auch sonst alles auf einer Höhe was uns sehr freut. Nach ein paar Zeichnungsfehlern ging der Bauantrag mit nur leichter Verspätung endlich zum Amt, wir hoffen das es schnell geht, denken aber das wir gut in der Zeit liegen. Mit dem zuständigen Mitarbeiter beim Amt haben wir schon telefoniert und sind da sehr guter Dinge.  


 

Schon nach kurzer Zeit bekommen wir Rückmeldung vom Amt, wir müssen noch einen Stellplatz für die Einliegerwohnung mit einplanen und einen Revisionsschacht. Leider schlägt der Schacht schon mit über 2000€ zu Buche (laut Internet) was uns erstmal wenig erfreut. Aber Herr Piske kümmert sich direkt um die Änderung und es kann weitergehen. 

Ausserdem haben wir unser Baustellenschild bekommen, was uns auch sehr freut.